Was ist Mantrailing?


Die sehr oft gestellte Frage: "Bekommt der Rettungshund dann z.B. eine olle Socke oder Unterhose von der vermissten Person vor die Nase gehalten und damit weiß er wen er suchen soll?"

Bei dieser Art der Suche kann hierzu ein klares "JA" gegeben werden!

 

Mantrailing bedeutet sinngemäß, einem menschlichen Pfad zu verfolgen (Man=Mensch, Trail=Fährte).

 

Gemeint ist hier die Suche nach einem ganz bestimmten Menschen, anhand dessen einmaliger Geruchsspur mit Hilfe eines Hundes.

 

Jeder Mensch hat einen individuellen Geruch, genauso wie die DNA.

Wir verlieren ständig sogenannte Geruchspartikel (Hautschuppen), ohne etwas davon zu bemerken.

 

Der Hund bekommt einen Geruchsträger der vermissten Person vorgehalten (z.B. T-Shirt, Socke...),

nimmt den Geruch auf und los geht’s!


Mantrailer können somit sogar Personen verfolgen, die auf einem Fahrrad oder mit dem Auto davon gefahren sind.

Sie müssen nicht zu Fuß gegangen sein!

 

Selbst in einer belebten Innenstadt, in der sich viele Menschen befinden, die alle ihre speziellen Geruchspartikel verlieren und in der es zudem noch tausende andere Gerüche gibt, kann der Mantrailer die eine zu suchende

Person finden.

 

Ohne einen Hund könnten wir diese Arbeit nicht leisten.

 

Für uns „Geruchs-Blinde“ erfüllt er gewissermaßen die Aufgabe eines „Blindenhundes“.

Wir sind, was den Geruchssinn anbelangt, von ihm abhängig - nicht der Hund von uns.

 

Fahrzeugverkehr, große Menschenansammlungen, Wild, andere Hunde, Lärm usw. dürfen ihn in keinster Weise ablenken und an der Erfüllung seiner Aufgabe, dem Finden der vermissten Person, hindern.

 

 

Im Einsatz suchen Mantrailer:

  • vermisste Zivilpersonen
  • verwirrte abgängige Bewohner aus Pflegeeinrichtungen
  • vermisste Kinder
  • Personen mit Suizidabsichten
  • psychisch erkrankte Personen
  • Verunfallte, die unter Schock stehend "flüchten"
  • . . .